Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Uwe Wurlitzer (AfD) gegen „Zerfaserung und Entmachtung der Polizei“

AfD-Innenpolitiker trafen sich im Sächsischen Landtag

Donnerstag, 12 Mai 2016 17:10
Innenpolitiker der AfD aus aus Bremen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen vor dem Landtag in Dresden. Innenpolitiker der AfD aus aus Bremen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen vor dem Landtag in Dresden. Quelle: AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag

Dresden – Asyl, Zuwanderung, Integration, Kriminalität, Islam – bei der Alternative für Deutschland (AfD) haben solche innenpolitischen Themen den finanz- und währungspolitischen Fragen längst den Rang abgelaufen. Zwar kann von einer Bewältigung der Euro-Krise lange nicht die Rede sein – im Gegenteil: die griechische Misere geht gerade in eine neue Runde –, doch haben die Strategen der AfD erkannt, dass die Innenpolitik derzeit weitaus zugkräftigere Ansätze bietet.

So war es denn auch nicht verwunderlich, dass sich am Mittwoch im Sächsischen Landtag nicht etwa Finanzexperten der Partei wie Alice Weidel trafen, sondern die innen- und sicherheitspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen aus Bremen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen. Wie die sächsische AfD-Fraktion mitteilte, sollte das Treffen dem „Erfahrungsaustausch“ und der „Abstimmung gemeinsamer, künftiger politischer Aktivitäten“ dienen.

Uwe Wurlitzer, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erläuterte dazu: „Solche Treffen – wie nun in Dresden –  zwischen den jeweiligen Fach-Experten der verschiedenen Landtagsfraktionen sind auch deshalb wichtig, um gemeinsame Vorgehensweisen und Strategien abzusprechen. Zudem kann es helfen, von bereits gemachten Erfahrungen der anderen Bundesländer zu lernen oder begangene Fehler zu vermeiden.“

Die AfD gewinne bundesweit immer mehr an Bedeutung. Eines ihrer wichtigsten politischen Themen sei die innere Sicherheit, gerade in Sachsen, wo eine „Zerfaserung und Entmachtung der Polizei“ stattfinde, aber auch in anderen Bundesländern. Ziel aller AfD-Fraktionen sei es, „diese Entwicklung zu stoppen und neu aufzurollen“. Wurlitzer zeigte sich daher zuversichtlich, dass seine Partei mit einer solchen Linie in diesem Jahr auch die Landesparlamente in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erobern werde.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten