Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Politik

Verbot der Vollverschleierung mit Burka und Niqab

AfD-Chefin Frauke Petry will sich Beispiel an Marokko nehmen

Donnerstag, 12 Januar 2017 17:55
Frauke Petry, AfD Frauke Petry, AfD Quelle: AfD

Dresden – Nicht Russland oder den künftigen US-Präsidenten Donald Trump will sich AfD-Chefin Frauke Petry aktuell zum Vorbild nehmen, sondern den nordafrikanischen Staat Marokko. Der hat nämlich den Handel, den Import, die Herstellung und die Werbung für die Burka und den Niqab in allen Teilen des Landes verboten, was faktisch einem Verbot der Vollverschleierung gleichkommt.

Petry erklärte dazu laut Pressemitteilung der sächsischen AfD-Landtagsfraktion vom Donnerstag: „Ausgerechnet in einem muslimischen Land wird die Vollverschleierung quasi untersagt. Und auch Frankreich und Belgien können es. Deutschland aber bietet weiterhin einen sicheren Hafen für die Zugehängten dieser Welt. Schlimmer noch: Bekamen wir nicht vor kurzer Zeit erklärt, Burka tragen sei Freiheit? Nichts tut die deutsche Regierung, um diese Narrenposse endlich zu beenden.“ 

Die AfD-Chefin, zugleich sächsische Landes- und Landtagsfraktionsvorsitzende, verwies dabei erneut auf den Gesetzentwurf der AfD-Fraktion zum Verbot der Gesichtsverschleierung im öffentlichen Raum, der „ewig in der Verfahrensschleife“ festhänge, statt „endlich beschlossen zu werden“. Wegen der Mehrheitsverhältnisse im Sächsischen Landtag dürfte Petry darauf allerdings vergeblich hoffen. Am Ende ihrer Erklärung gab es noch ein wenig Polemik. „Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir Entwicklungshilfe von Marokko erhalten und nicht umgekehrt?“, bemerkte die AfD-Fraktionsvorsitzende süffisant.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten