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Ärger um neue Gruppe von Roland Ulbrich und Uta Nürnberger

„Thügida“: Sachsens AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer bekräftigt Distanzierung

Freitag, 10 Februar 2017 07:26
Uwe Wurlitzer, MdL (AfD) Uwe Wurlitzer, MdL (AfD) Quelle: www.uwe-wurlitzer.com (Pressefoto)

Dresden – Auch der sächsische Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) weist jegliche Verbindungen zum Bündnis „Thügida“ weit von sich. Dies bekräftigte der Generalsekretär der AfD Sachsen, Uwe Wurlitzer, in einem Telefonat mit der SACHSEN DEPESCHE.

Man habe mit der Gruppierung, in der sich frühere und aktive NPD-Kader tummeln, „bis dato nichts zu tun gehabt“, so Wurlitzer. Aufgrund aktueller Vorkommnisse sei die Sache nun „jedoch anders zu bewerten“. Der Landesvorstand der sächsischen AfD werde sich auf seiner nächsten Vorstandssitzung „in vierzehn Tagen, drei Wochen“ damit eingehender befassen, teilte der AfD-Politiker mit und bat um Verständnis, dass bis dahin keine weiteren Auskünfte gegeben werden können.

Vor wenigen Tagen grenzte sich der AfD-Landesverband Thüringen von „Thügida“ ab und drohte Mitgliedern, die mit Anhängern der sich selbst als „Bürgerinitiative“ bezeichnenden Gruppierung gemeinsame Sache machen, Ordnungsmaßnahmen an. Für die AfD Sachsen hat sich eine neue Lage ergeben, nachdem ein Mitglied des Landesverbands, der Leipziger Rechtsanwalt Roland Ulbrich, kürzlich eine neue Initiative namens „Freiheitlich Patriotische Alternative“ gegründet hat, an der auch die „Thügida“-Vorständlerin und ehemalige AfDlerin Uta Nürnberger beteiligt ist.

Eine Zusammenarbeit zwischen Ulbrich und Nürnberger würde die Erklärung der Thüringer AfD, der sich auch die AfD Sachsen angeschlossen hat, natürlich konterkarieren. Umso verwunderlicher, dass man diese Sache auf die lange Bank schiebt, statt die Mitglieder des Landesvorstands zu einer kurzfristigen Sitzung oder Telefonkonferenz einzuberufen, um eine schnelle Klärung herbeizuführen. Welche Ziele die „Freiheitlich Patriotische Alternative“ verfolgt, ist bislang nicht bekannt.

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