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Antrag fordert „gendergerechte Sprache“ bei Arbeitsmitteln

„Gibst Du mir bitte mal die BleistiftIn?“ – Totales Gender-Gaga bei den Flensburger Linken

Samstag, 24 September 2016 20:13
Die Linke im Genderwahn Die Linke im Genderwahn Quelle: SACHSEN DEPESCHE

Flensburg – Es mutet wie Satire an, doch die Verfasser meinen es offenbar bitterernst: In Flensburg brachte die Stadtratsfraktion der Linken einen Antrag ein, mit dem die Gender-Ideologie in geradezu absurder Form auf die Spitze getrieben wird. Schon der Titel der Beschlussvorlage lässt Schlimmstes erahnen: „Gendergerechte Sprache – Teil 1: Für Arbeitsgeräte/-mittel, anzuwenden im Sprachgebrauch der Gremien aller Arbeitsbereiche der Stadt Flensburg“.

Wer nun stutzt und daran zweifelt, dass Arbeitsgeräte – außer dem grammatikalischen – überhaupt ein Geschlecht haben können, und sei es auch nur ein sogenanntes „soziales“, wird von den Flensburger Linken um Fraktionschefin Gabriele Ritter eines Besseren belehrt. Die Gender-Fanatiker sind nämlich der Meinung, dass es „im Sinne einer sozial gerechten und antidiskriminierenden Gesellschaft nicht hinzunehmen“ sei, „dass Nomen, die ein Arbeitsgerät/-mittel bezeichnen, häufig nur mit maskulinen Artikeln gebraucht werden“.
 
Dies verlängere, so heißt es in der Begründung weiter, „die patriarchalische Gewohnheit, dass menschliche, mechanische oder technologische Arbeitsleistung als überwiegend ‚männlich“ charakterisiert“ würde. „Im Sinne einer genderneutralen bzw. alle Gendertypen umfassenden Sprache“ müsse die Verwaltung daher den männlichen Bleistiften, Kugelschreibern oder Lochern auch ein weibliches Pendant an die Seite stellen.
 
Die Gendergerechtigkeit soll sich nach Ansicht der Flensburger Linken allen Ernstes darin widerspiegeln, dass in offiziellen Schreiben der Stadtverwaltung künftig von „der/die ScannerIn, der/die ComputerIn der/die BleistiftanspitzerIn, der/die KopiererIn, der/die StaubsaugerIn“ beziehungsweise „der/die Papierkorb/-körbin, der/die Briefkopf/-köpfin, der/die AbfalleimerIn“ die Rede ist.

Ausnahmen gibt es für grammatisch neutrale Arbeitsmittel wie Papier und Dokument oder Orte. Die Kantine darf also weiterhin eine „Sie“ bleiben, der Wartebereich und der dritte Stock gnädigerweise ein „Er“. Ob es allerdings im Sinne einer diskriminierungs- und patriarchatsfreien Gesellschaft sein kann, ausgerechnet die Kantine in ausschließlich weiblicher Form zu belassen, sollten Gabriele Ritter und ihre „ParteifreundInnen“ nochmal bei einem Becher Mate-Tee ausdiskutieren. Das erinnert doch zu sehr an „Frauen gehören an den Herd“.
 
Wer nun meint, der Autor dieser Zeilen (definitiv männlich) wolle den/die Leser/-in verschaukeln, kann sich im Ratsinformationssystem der Stadt Flensburg selber davon überzeugen, dass die Beschlussvorlage am 13.10.2016 behandelt werden soll. Hier ist der Antrag zu finden: http://tinyurl.com/z8cen8o.

Letzte Änderung am Samstag, 24 September 2016 21:34
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