Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Medien

Erneuter Rückgang der IVW-Verkaufszahlen

Sächsische Lokalblätter finden immer weniger Abnehmer

Samstag, 23 April 2016 22:42
Zeitungsdruckmaschine Zeitungsdruckmaschine Quelle: de.wikipedia.org | Sven Teschke, Büdingen | CC BY-SA 3.0

Berlin/Dresden – Die Verkaufszahlen der deutschen Regional- und Lokalzeitungen gehen immer weiter in den Keller. Insbesondere auf dem am härtesten umkämpften Zeitungsmarkt Berlin gibt es eine zunehmende Print-Verweigerung. Alle fünf Hauptstadt-Titel („B.Z.“, „Tagesspiegel“, „Berliner Zeitung“, „Berliner Kurier“, „Berliner Morgenpost“) büßten laut den aktuellen IVW-Zahlen im ersten Quartal 2016 zwischen 7,4% und 10,4% im Vergleich zum ersten Quartal 2015 ein. Berücksichtigt hierbei ist der Abo- wie auch der Kioskverkauf. Deutlich unter einer verkauften Auflage von 100.000 liegt nun das Boulevardblatt „B.Z.“ (93.225), aber auch der überregional gelesene „Tagesspiegel“ verlor erneut über 10.000 Abnehmer und konnte im ersten Quartal des Jahres nur noch 91.890 Exemplare pro Tag absetzen.

Besonders deutlich zeichnet sich die zunehmende Ablehnung der Regional- und Lokalblätter auch in den fünf neuen Bundesländern ab. Um mindestens 3,0% gingen die Verkaufszahlen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zurück. Insbesondere die in Dresden, Leipzig und Chemnitz erscheinenden Zeitungen mussten laut IVW-Zahlen im ersten Quartal 2016 noch einmal ordentlich Federn lassen.

So konnte die „Freie Presse“ inklusive aller Lokalausgaben zuletzt nur noch 235.205 Exemplare täglich absetzen, was einem Rückgang der Verkaufszahlen um 9.742 bzw. 4,0% entspricht. Die verkaufte Auflage der „Sächsische Zeitung“ inklusive aller Lokalausgaben lag im ersten Quartal 2016 nur noch bei 216.806 und damit um 3,6% (minus 8.036) niedriger als im Vergleichsquartal 2015. Noch mehr Käufer, nämlich 10.944, büßte die „Leipziger Volkszeitung“ ein, deren Verkaufszahlen damit um 6,0% zurückgingen. Insgesamt hatte die LVZ damit zuletzt nur noch 171.355 Abnehmer. Das Boulevardblatt „Morgenpost“ hatte sogar einen Abo- und Kioskverkaufsrückgang von 9,0% (minus 5.970) zu verzeichnen. Nur noch 60.139 Exemplare der Zeitung im Tabloid-Format fanden im Quartal I/2016 einen Käufer.

Neben dem generellen Attraktivitätsverlust von Print-Publikationen dürfte bei den Lokal- und Regionalblättern für viele Leser die unausgewogene und politisch einseitige Berichterstattung ein gewichtiger Grund sein, die Gazetten zu meiden. Unabhängige und ausgewogene Online-Medien wie die SACHSEN DEPESCHE bieten hier eine gute Alternative. Während die Verkaufszahlen auf dem sächsischen Zeitungsmarkt kontinuierlich sinken, können wir uns über zunehmende Zugriffs- und Leserzahlen erfreuen.

Letzte Änderung am Montag, 25 April 2016 19:23
Artikel bewerten
(5 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten