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Sächsische Köpfe

Zur Erinnerung an Robert Sterl (1867-1932)

Freitag, 02 Juni 2017 16:23
Robert Sterl, Selbstbildnis 1919 Robert Sterl, Selbstbildnis 1919 Quelle: Privatarchiv Bert Wwrzinek

Dresden – Neben Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt zählt auch ein Sachse zu den bedeutenden Vertretern des deutschen Impressionismus. Am 23. Juni vor 150 Jahren wurde Robert Sterl in Großdobritz bei Dresden geboren.

Neben der Volksschule besuchte der Knabe zunächst die Zeichenvorschule der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Dresden. Daran schloss sich 1881 bis 1888 ein Studium an, zuletzt als Meisterschüler des belgischen Historienmalers Ferdinand Pauwels. Sterl, Sohn eines Steinmetzen, fühlte sich der Sächsischen Schweiz mit ihren Sandsteinbrüchen besonders verbunden. Die Welt der Steinbrecher sollte ihn 30 Jahre lang beschäftigen, wurde zu einem Leitmotiv seines Schaffens.

Der gefragte Porträt- und Landschaftsmaler war Gründungsmitglied mehrerer Künstlervereinigungen und unterhielt eine private Malschule für Damen. Seine Ehe mit Helene Hedelt blieb kinderlos. Zunächst Lehrer, wurde Sterl 1906 Professor an der Kunstakademie, wo er bis 1931 unterrichtete. In der Nachfolge von Gotthard Kuehl übernahm er 1915 die Meisterklasse für Malerei. Während des Ersten Weltkrieges als Kriegsmaler tätig, erwarb Sterl 1919 ein Wohnhaus in Naundorf/Sächsische Schweiz, wohin er mit seiner Frau übersiedelte. Hier verstarb Robert Sterl am 10. Januar 1932, hier befindet sich auch das Grab.

Sein Vermögen hinterließ der Maler als Stiftung zur Förderung junger Künstler der Dresdner Akademie. Die Robert-und-Helene-Sterl-Stiftung ging 1957 in den gemeinnützigen Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden auf, die das Robert-Sterl-Haus in Naundorf als Museum und Forschungseinrichtung betreiben (www.robert-sterl-haus.de). Zum Jubiläum werden hier noch bis 2. Juli 2017 Zeichnungen, Tuschen und Aquarelle aus einer Mappe ausgestellt, die Robert Sterl 1927 von befreundeten Kollegen der Künstlervereinigung Dresden erhalten hatte, darunter Arbeiten von Karl Albiker, Erich Fraaß, Josef Hegenbarth, Otto Hettner, Wilhelm Kreis, Sascha Schneider, Selmar Werner und Georg Wrba.

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