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Rund um die Landeshauptstadt

Weesensteiner Ortschronik erschienen

Montag, 27 März 2017 22:51
Weesenstein. Stahlstich von A. H. Payne nach R. Roberts (um 1860) Weesenstein. Stahlstich von A. H. Payne nach R. Roberts (um 1860) Quelle: Privatarchiv Bert Wawrzinek

Müglitztal – Weesenstein im Müglitztal, heute Ortsteil der gleichnamigen Gemeinde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, ist vor allem für seine imposante Schlossanlage bekannt. Als Grenzfeste zu Böhmen errichtet und zunächst im Besitz der Grafen von Dohna, wurde die militärisch bedeutungslos gewordene Burg im 16. Jahrhundert durch die Familie von Bünau zum repräsentativen Schloss umgebaut.

Seit 1830 im Besitz der Wettiner, schrieb hier der spätere König Johann von Sachsen (1801-1873) unter dem Pseudonym Philalethes seine vielbeachtete Dante-Übersetzung. Das Dorf Weesenstein, einst von Landwirtschaft und Handwerk geprägt, zählt aktuell 198 Einwohner. 1927 und 2002 verheerten Hochwasser den Ort. Bilder von dramatischen Rettungsaktionen aus der Luft, die den von der tosenden Müglitz eingeschlossene Bewohnern galten, gingen um die Welt.

Roswitha Rehwald (76) und zwei Mitstreiter haben jetzt eine voluminöse Chronik ihres Heimatortes vorgelegt. Auf über 1.000 Seiten ist die Geschichte Weesensteins 1318-2015 dokumentiert, wofür über Jahre Dokumente, Fotos und Zeitungsartikel gesammelt und ausgewertet worden sind. Das Ergebnis kann sich im Wortsinn sehen lassen: Für den Einband des Folianten werden alte Rolltücher (die früher beim Glätten der Wäsche Verwendung fanden) verarbeitet, was dem Ganzen eine besondere Note verleiht. Im kommenden Jahr steht dann die 700-Jahr-Feier an, doch das schönste Geburtstagsgeschenk haben sich die Weesensteiner mit ihrer Chronik wohl schon jetzt gemacht.

Gedruckt wird nur auf Bestellung, der Preis von 65,- Euro entspricht den reinen Herstellungskosten. Kontakt: Tel. 035027 / 5567.

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