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Angeblich ein Zeichen von „Toleranz“

Schulchor verzichtet wegen muslimischer Asylbewerber auf das Singen christlicher Weihnachtslieder

Dienstag, 13 Dezember 2016 23:08

Sarstedt – Der Chor der christlichen Christophorus-Schule im niedersächsischen Sarstedt hat bei einem Weihnachtskonzert aus Rücksicht auf muslimische Jugendliche auf das Singen von kirchlichen Weihnachtsliedern verzichtet. Stattdessen sangen die Schüler unter anderem ein DDR-Weihnachtslied.

Bei dem Konzert in der örtlichen Heilig-Geist-Kirche trat auch eine Gruppe von Jugendlichen auf, zu der fünf minderjährige Asylbewerber gehören, die zwar keine Schüler der Christophorus-Schule sind, aber im dortigen Internat leben und an einem Deutschkurs teilnehmen. „Um diesen Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, haben die Klassen und die Musiklehrerin bewusst darauf verzichtet, Lieder mit christlichem Bezug auszuwählen“, erklärte Schulsprecherin Marita Bünger gegenüber der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“.

Der Verzicht auf kirchliches Liedgut sei keine Forderung der Schüler oder Eltern gewesen, sondern eine Entscheidung der Lehrer. Da eine Lehrerin aus der ehemaligen DDR stamme, habe sie stattdessen das Lied „Still senkt sich die Nacht hernieder“ des Komponisten Gerhard Wohlgemuth vorgeschlagen, was dann auch gesungen wurde. Auch ein Adventslied der Kinderliedermachers Rolf Zuckowski wurde ausgewählt.

Schulsprecherin Bünger betonte: „Unsere Schule vertritt ein christliches Menschenbild, dazu gehört auch Toleranz gegenüber anderen Religionen.“ Warum man eine solche Toleranz nicht auch von muslimischen Migranten einfordert, sondern sich lieber in kultureller Selbstaufgabe übt, bleibt das Geheimnis der Schulsprecherin. Fraglich ist ohnehin, ob sich die fünf ausländischen Jugendlichen überhaupt am Singen von „Stille Nacht“ oder „Ihr Kinderlein kommet“ gestört hätten.

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