Login

sachsen-depesche.de

Freigegeben in Kunst & Kultur

Frankfurter Galerie zeigt derzeit Arbeiten von C. Michael Norton

Dr. Michele Sciurba und die Art Virus Ltd.: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden

Montag, 28 März 2016 19:42
Logo der Art Virus Ltd. Logo der Art Virus Ltd. Quelle: Art Virus Ltd.

Frankfurt am Main – Aufmerksamen Lesern der SACHSEN DEPESCHE ist der Frankfurter Consultant Dr. Michele Sciurba als Berater und zeitweiliger Prokurist der Oil & Gas Invest AG (OGI AG) ein Begriff. Wer sich jedoch im Kulturbetrieb der Mainmetropole auskennt, dürfte seinem Namen garantiert auch schon im Zusammenhang mit Literatur und vor allem Kunst begegnet sein. Inzwischen hat sich der vielseitig interessierte Wirtschaftsexperte und promovierte Philosoph einen guten Namen in der Szene gemacht.

Sciurba ist nicht nur Förderer des Malers und Zeichners Volker Reiche, der die Leser der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ viele Jahre mit seinem Comic-Strip „Strizz“ erfreute, sondern gehört auch dem Verlagsteam der Edition Faust in der Faust Kultur GmbH an und widmet sich als Galerist und Inhaber der Kunsthandelsgesellschaft Art Virus Ltd. intensiv aktuellen, gegenwartsbezogenen Kunstarbeiten, wodurch er nicht unerheblichen Einfluss auf die aktuelle Kunstrezeption in Frankfurt und weit darüber hinaus nimmt.

Der 1968 in Palermo auf Sizilien geborene und in Delmenhorst aufgewachsene Spross einer italienischen Gastarbeiterfamilie studierte Philosophie in Frankfurt und Rom, war später Dozent für Industrie- und Betriebspolitik am European Industrial Relations Observatory (EIRO) und arbeitet seit 1999 mit seiner Unternehmensberatung GMVV & CO. GmbH als strategischer Berater für Cross-Border-Transaktionen im Energiesektor. Daneben war er von 2005 bis 2013 als Diplomat in Rom und Brüssel tätig. Außerdem berät er verschiedene Regierungsorganisationen bei ökonomischen Entwicklungsfragen und engagiert aus tiefster Überzeugung für Menschenrechte.

Die renommierte Galerie und Kunsthandelsgesellschaft Art Virus Ltd. gründete Sciurba im Jahr 2010 in Frankfurt am Main und legte dabei von Anfang an das Hauptaugenmerk auf die Qualität der gezeigten Arbeiten, wobei auch eine tiefgreifende inhaltliche, kunsthistorische und analytische Auseinandersetzung mit den Werken für den Galeristen selbstverständlich ist. „Kunst ist meine Leidenschaft, Kunst ist mein Ausgleich vom hektischen Arbeitsalltag und Kunst ist etwas, was das Leben meiner Frau und mein Leben bereichert. Genau deshalb haben wir unsere Galerie auch in unseren Wohnmittelpunkt integriert“, erklärte Sciurba einmal zu seinem Engagement im Kunstbereich.

Dieser Intention folgend, versteht sich die Art Virus Ltd. als Brückenbauer zwischen Künstlern und kunstinteressierten sowie literaturinteressierten Personen. Dr. Michele Sciurba will mit seiner Galerie ein Forum bieten, das Austausch und kreative Entwicklung fördern soll. Kunst soll demnach nicht nur verkauft werden, das Erzielen von Gewinn ist nur ein Aspekt der umfangreichen Tätigkeit. „Ebenso wichtig ist es uns, Kunst zu fördern, Freiräume zur Verfügung zu stellen und interessante Gegenwartspositionen öffentlich zugänglich zu machen“, so Sciurba über den Ansatz der Art Virus Ltd.

Aktuell ist in den Räumlichkeiten der Galerie die Ausstellung „The Temptation of Space“ mit Werken von C. Michael Norton zu sehen. Die expressive, abstrakte Malerei des Amerikaners ist geprägt von seiner Leidenschaft für Musik, etwa die Jazz-Kompositionen von Miles Davis und Ornette Coleman, aber auch rockige Klänge wie die von Led Zeppelin, die dem Künstler als Quelle der Inspiration dienen.

In seinen intensiven Arrangements, die von starker malerischer Energie zeugen, arbeitet Norton mit grafischen Geflechten und netzartigen Mustern aus gespachtelter Farbe, die einen Kontrast zum erdigen Untergrund der Leinwand bilden. Die Werke offenbaren materielle Plastizität und tiefergehende, strukturelle Überlegungen gleichermaßen und waren bereits in vielbeachteten Ausstellungen in Kalifornien, England, Frankreich, Italien, Japan oder Singapur zu sehen. C. Michael Norton lebt und arbeitet im New Yorker Stadtteil Manhattan, seine Bilder sind noch bis zum 30. April in der Frankfurter Art-Virus-Galerie zu bewundern.

Auch wenn Sciurba gerne auf die Vielschichtigkeit seines Engagements als Galerist und Förderer moderner Kunst hinweist, so verhehlt er keineswegs, dass natürlich auch ökonomische Aspekte eine Rolle spielen. Man könnte auch sagen: Er verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen. Kunst kann ein Geschäft sein, wenn man rechtzeitig Talente entdeckt, erklärte er dazu in einem Gespräch mit einem Frankfurter Kunstportal. Dass Kunst durchaus auch Rendite bringen kann, zeigten nicht zuletzt die bei Kunstauktionen erzielten Preise, so Sciurba, der auch hier offenbar einen besonders guten Riecher hat, da er bereits einige Künstler promotet und gehandelt hat, deren Bilder einen ansehnlichen Marktwert erzielen. Es lohnt sich also, das Wirken von Dr. Michele Sciurba und seiner Art Virus Ltd. genau zu beobachten: Was heute als Schnäppchen erscheint, könnte sich schon bald als wahrer Schatz erweisen.

Artikel bewerten
(4 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten