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Der AfD-Landtagsabgeordnete und Orientalist über „universalistische“ und „kulturalistische“ Islamkritik

Dr. Hans-Thomas Tillschneider (AfD): „Weder Islamisierung des Abendlandes noch Verwestlichung des Islams“

Freitag, 29 April 2016 16:55
Dr. Hans Thomas Tillschneider (AfD), Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt Dr. Hans Thomas Tillschneider (AfD), Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt Quelle: Hans-Thomas Tillschneider

Magdeburg – An diesem Wochenende beschließt die Alternative für Deutschland (AfD) in Stuttgart ihr erstes Grundsatzprogramm. Besondere Beachtung fand im Vorfeld des Parteitags die Debatte führender AfD-Politiker über den Islam. Insbesondere die in der „Welt am Sonntag“ geäußerten Ansichten von Beatrix von Storch und Alexander Gauland lösten teils heftige Reaktionen bei den etablierten Parteien, in den Medien und seitens des Zentralrates der Muslime aus. Siehe dazu auch folgenden Beitrag: www.sachsen-depesche.de/politik/afd-beatrix-von-storch-und-alexander-gauland-wollen-strikten-anti-islam-kurs.html.

Während der bayerische AfD-Landesvorsitzenden Petr Bystron im Gespräch mit der SACHSEN DEPESCHE betont hat, dass er voll und ganz hinter den Positionen der beiden AfD-Vizevorsitzenden steht, mahnte der AfD-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Thomas Tillschneider gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ eine differenziertere Debatte an. In der AfD sei man sich einig, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, unterschiedliche Ansichten gebe es allerdings über die Frage, ob der Islam an sich kritisiert werden solle oder ob man lediglich eine Unvereinbarkeit mit der abendländischen Kultur betone, ohne daraus ein Werturteil abzuleiten.

Wir haben uns mit Tillschneider, der promovierter Islamwissenschaftler ist, kurz vor dem AfD-Bundesparteitag in Stuttgart über das Streitthema Islam sowie den Unterschied zwischen „universalistischer“ und „kulturalistischer“ Islamkritik unterhalten. Angesprochen wurden außerdem die Kontakte des AfD-Politikers, der bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 30,9 Prozent das Direktmandat im Wahlkreis Dürrenberg-Saalekreis gewonnen hat, zur sogenannten „Neuen Rechten“ um den Verleger Götz Kubitschek und das Institut für Staatspolitik.

SACHSEN DEPESCHE: Herr Dr. Tillschneider, die beiden AfD-Vizevorsitzenden Beatrix von Storch und Alexander Gauland haben behauptet, dass der Islam nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Sind Sie auch dieser Ansicht?

Hans-Thomas Tillschneider: Ja. Der sunnitisch-orthodoxe Islam ist in wesentlichen Punkten nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Die im Islam fehlende Trennung zwischen Staat und Religion wurde von Alexander Gauland mit gutem Recht schon mehrfach angeführt. Ein weiterer Aspekt ist das unterschiedliche Verständnis von „Religionsfreiheit“. Nach sunnitisch-orthodoxer Auffassung ist „Religionsfreiheit“ die Freiheit, den Islam anzunehmen. Dazu darf in der Tat niemand gezwungen werden. Den einmal in freier Entscheidung angenommenen Islam wieder abzulegen, ist aber ein strafwürdiges Verbrechen – und das lässt sich mit unserem Verständnis von Religionsfreiheit schlechterdings nicht vereinbaren. Mit dieser Feststellung verbinde ich allerdings – es ist mir wichtig, das zu betonen – keine Abwertung. Die islamische Kultur ist eine andere Welt mit ihren ganz eigenen Normen und Werten. Uns steht hier kein Urteil zu.

SACHSEN DEPESCHE: In einem Interview mit der HESSEN DEPESCHE (http://www.hessen-depesche.de/politik/ismail-tipi-cdu-„wir-müssen-auch-mit-ausländerrechtlichen-maßnahmen-gegen-salafismus-vorgehen“.html) hat der türkischstämmige CDU-Abgeordnete Ismail Tipi aus Hessen, der selber Muslim ist, betont, dass der Islam auch ohne Scharia gelebt werden könne und nannte als Beispiel die Türkei. Ist ein solcher „Euro-Islam“ aus Ihrer Sicht eine realistische Option für die in Deutschland lebenden Muslime?

Hans-Thomas Tillschneider: Natürlich ist so etwas möglich. Genauso wie es katholische Priester gibt, die Kinder haben, gibt es auch Muslime, die ohne Scharia leben. Fakt aber ist: Der Islam ist eine Gesetzesreligion durch und durch. Ein Islam ohne Scharia ist wie ein Katholizismus ohne Papsttum. Während die katholische Kirche kein Problem damit hat, sich nach und nach aller Traditionsbestände zu entledigen, erleben wir in der islamischen Welt aber einen Langzeittrend der verstärkten Rückbesinnung auf orthodoxe Lebensweisen. Noch in den achtziger Jahren hat man in Kairo kaum verschleierte Frauen in den Straßen gesehen; heute muss man lange suchen, bis man eine unverschleierte findet. Aufgrund der zunehmend dichter werdenden globalen Vernetzung kann sich der Islam in Deutschland diesem Trend nicht entziehen, und ausgerechnet jetzt glaubt man, einen moderaten europäischen Islam kreieren zu können. Lächerlich! In den fünfziger und sechziger Jahren – zur Hochzeit des Säkularismus und Nationalismus in der arabischen Welt – hätte ein Reformislam vielleicht eine Chance gehabt; heute ist ein solches Projekt etwas, was in Deutschland innerhalb akademischer Biotope unter viel Einsatz von Fördermitteln gedeiht, aber ohne Subvention nicht lebensfähig wäre und niemals eine Massenwirkung entfalten wird.

SACHSEN DEPESCHE: Auf der anderen Seite könnte man einwenden: Gerade die Türkei ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein solcher „moderner Islam“ auf Dauer nicht funktioniert. Das Militär hat in der Vergangenheit mehrfach interveniert, um die von Atatürk begründete staatliche Ordnung zu schützen, und mittlerweile stellen Politiker der Regierungspartei den Laizismus ganz offen in Frage. Besteht auch in Deutschland die latente Gefahr, dass sich muslimische Glaubensgemeinschaften dem Islamismus zuwenden?

Hans-Thomas Tillschneider: Ja! Ihr Einwand ist vollauf berechtigt. Der vor allem in der sunnitisch-islamischen Welt zu beobachtende Langzeittrend zur Islamisierung, von dem ich oben sprach, hat die Türkei von einer säkularen Republik in einen Religionsstaat transformiert. Das geschah über einen langen Marsch durch die Institutionen. Der gleiche Trend hat in Nordafrika die revolutionären Eruptionen gezeitigt, die man gemeinhin als „arabischen Frühling“ bezeichnet, die aber besser als „islamistischer Frühling“ bezeichnet wären. Islamismus beginnt dann, wenn islamische Personenzusammenschlüsse nach politischer Macht streben. Da der Islam eine hochgradig politische Religion ist, ist das in der Regel immer der Fall und aus Sicht der Islamverbände auch völlig unproblematisch. Die Unterscheidung zwischen „Islam“ und „Islamismus“ bleibt zwar theoretisch möglich, ist aber praktisch irrelevant. Die Politik, die etwa ein Herr Aiman Mazyek für den Zentralrat der Muslime betreibt, ist Islamismus pur. Man hat Geduld und Realitätssinn, hält sich an die Gesetze und an das, was möglich ist, verliert aber das Ziel nicht aus den Augen: Mehr und immer mehr Islam!

SACHSEN DEPESCHE: Sie haben dennoch laut F.A.Z. in der AfD-Debatte über den Islam Differenzierung angemahnt und sagten: „Es werden jetzt Untertöne und Nuancen wichtig.“ Wie meinen Sie das?

Hans-Thomas Tillschneider: Islamkritik ist nicht gleich Islamkritik. Unter diesem Begriff werden höchst unterschiedliche Ansätze subsumiert. Während angesichts der Schwäche des islamkritischen Lagers Differenzen bislang zurückgestellt wurden, treten sie nun, nach dem Machtzuwachs der AfD, langsam hervor. Das schadet nicht, im Gegenteil: Politik ist, wenn man aus verschiedenen Gründen das Gleiche will, und es kann diesem Unterfangen nur nützen, wenn man sich klar darüber wird, aus welchen verschiedenen Gründen genau man das Gleiche will.

Ich sehe zwei große Strömungen: die universalistische und die kulturalistische Islamkritik. Die universalistische Islamkritik kritisiert den Islam im Namen angeblich universaler Werte, und sie kritisiert ihn an sich. Die kulturalistische Islamkritik dagegen hält nur den Befund fest, dass der Islam nicht zu Deutschland passt und leitet aus dieser Inkompatibilität eine restriktive Islampolitik ab, kritisiert aber nicht den Islam an sich. Sie will so im Grunde gar keine Islamkritik sein, sondern nur eine Islamisierungskritik.

In vielen konkreten Forderungen sind sich Anhänger beider Richtungen einig, in einigen Punkten kommen die weltanschaulichen Differenzen zum Tragen. Ich, der ich mich der kulturalistischen Islamisierungskritik zurechne, halte zum Beispiel gar nichts davon, dem Islam eine Aufklärung „einzuimpfen“ und zu diesem Zweck staatlichen Islamunterricht anzubieten. Das geht uns einfach nichts an. Was aus dem Islam wird, können und sollen nur die Muslime unter sich entscheiden.

SACHSEN DEPESCHE: Eine Frage an den Islamwissenschaftler, nicht den Politiker Tillschneider: Kann man überhaupt von „dem“ Islam sprechen? Schließlich gibt es verschiedene Strömungen, nicht nur Sunniten und Schiiten, sondern auch innerhalb dieser beiden Richtungen noch einmal diverse Strömungen. Im Grunde müsste man diese verschiedenen Strömungen doch auch gesondert betrachten.

Hans-Thomas Tillschneider: Selbstverständlich, aber dieser Einwand ist trivial. Dass es verschiedene Strömungen gibt, gilt genauso für das Christentum oder den Buddhismus. Die Abweichung widerlegt die Norm nicht, sondern bestätigt sie. Ohne Heterodoxie keine Orthodoxie und umgekehrt. Der sunnitisch-orthodoxe Islam verkörpert das, was die meisten sich denken, wenn von „dem Islam“ die Rede ist. Die überwiegende Mehrheit von über 80 Prozent aller Muslime gehört dieser Richtung an. Das ist für mich als Islamwissenschaftler das entscheidende Argument, mich vorwiegend mit dem sunnitischen Islam zu beschäftigen. Er ist einfach die relevanteste Erscheinung innerhalb der islamischen Welt.

SACHSEN DEPESCHE: Ihr bayerischer Parteifreund Petr Bystron forderte in einem Interview mit der SACHSEN DEPESCHE (www.sachsen-depesche.de/interview/petr-bystron-afd-%E2%80%9Eder-islam-muss-sich-an-die-normen-und-werte-der-aufgekl%C3%A4rten-moderne-anpassen%E2%80%9C.html), der Islam müsse sich „an die Normen und Werte der aufgeklärten Moderne anpassen“. Das klingt ja fast nach dem, was Sie gegenüber der F.A.Z. als „kategorische Islamkritik“ bezeichnet haben, von der sie „nicht viel“ hielten. Man könnte diese Form vielleicht auch als „liberale Islamkritik“ bezeichnen, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, dem Islam die sogenannten westlichen Werte entgegenzusetzen, was möglicherweise nicht nur auf Deutschland und Europa beschränkt sein soll. Wo sind ihrer Ansicht nach die Grenzen einer legitimen Islamkritik?

Hans-Thomas Tillschneider: Wenn wir konsistent, verallgemeinerbar und gerecht argumentieren wollen, können wir keine Islamisierung des Abendlandes ablehnen und gleichzeitig eine Verwestlichung des Islams fordern. Ich sage: Weder Islamisierung des Abendlandes noch eine Verwestlichung des Islams! Europa soll Europa und der Islam Islam bleiben! Das setzt einen gewissen Respekt voreinander voraus. Legitime Islamkritik endet für mich dort, wo der Islam verächtlich gemacht und die Grenze des guten Geschmacks überschritten wird: Muhammad-Karikaturen mit Schweinegesicht, Koranblätter als Klopapier und so weiter.

SACHSEN DEPESCHE: Mit manchen Punkten in dem Entwurf Ihres Grundsatzprogramms dürften sie näher bei den Ansichten konservativer Muslime liegen als an der zuvor zitierten „aufgeklärten Moderne“, etwa in der Familienpolitik oder beim Thema „Gender Mainstreaming“. Ist dieser Spagat nicht problematisch?

Hans-Thomas Tillschneider: Ich selbst fühle mich der deutschen Romantik in jedem Fall näher als der Aufklärung, ohne aber zu verleugnen, dass aus der Aufklärung doch einige Konsequenzen gezogen werden müssen. Als Romantiker, der davon ausgeht, dass kulturelle Phänomene nur aus dem Kontext ihrer Kultur zu verstehen sind, denke ich, dass es so etwas wie eine die Kulturen übergreifenden „Konservativität“ nicht gibt. Die Gemeinsamkeiten zwischen den Vorstellungen von Muslimen und deutschen Konservativen sind nichtssagende Strukturanalogien. Und was die geschlechtssegregativen Tendenzen des Gender Mainstreaming angeht („girls day“), so gibt es da zur islamischen Geschlechtertrennung durchaus Berührungspunkte. Islamische Orthodoxie und Gender Mainstreaming teilen die Besessenheit von allem Geschlechtlichen.

SACHSEN DEPESCHE: Was viele überraschen dürfte: Sie haben sich gegen das innerhalb der AfD diskutierte Moscheebau-Verbot ausgesprochen. Ein entsprechender Antrag aus Niederbayern wird auf dem AfD-Bundesparteitag eingebracht. Warum sprechen Sie sich für Moscheen aus?

Hans-Thomas Tillschneider: Artikel 4 des Grundgesetzes gewährleistet die ungestörte Religionsausübung. Da der Islam eine Religion ist, wenn auch eine hochproblematische, weil fremdkulturelle und politische Religion, so kann er sich doch auf Artikel 4 des Grundgesetzes berufen und wir können ihn davon nicht ausschließen. Die Religionsfreiheit muss jedoch anders als bislang unter Kulturvorbehalt gestellt und im Fall des Islams so restriktiv wie nur irgend möglich ausgelegt werden. Ein komplettes Moscheeverbot geht trotzdem zu weit. Solange die Moscheen nach außen nicht machtvoll in Erscheinung treten und drinnen nicht politisch agitiert wird, ist nichts gegen sie einzuwenden. Falls der falsche Eindruck entstanden sein sollte, ich sei eine Art verkappter Islamlobbyist, so will ich abschließend darauf hinweisen, dass ich ohne Wenn und Aber für die Rückabwicklung der islamtheologischen Lehrstühle eintrete und damit weit über den Programmentwurf des Bundesvorstandes hinausgehe.

SACHSEN DEPESCHE: Sie haben vor ihrem Umzug nach Sachsen-Anhalt einige Jahre in Leipzig gelebt. Dort soll im September der Bau der Ahmadiyya-Moschee im Stadtteil Gohlis beginnen. Die AfD hat sich im vergangenen Kommunalwahlkampf gegen den Bau dieser Moschee positioniert. Haben Sie diese Forderung seinerzeit nicht mitgetragen?

Hans-Thomas Tillschneider: Ja, aber das war auch eine Großmoschee mit Minarett, ein das gewachsene deutsche Stadtbild irritierender Prunkbau im orientalischen Stil.

SACHSEN DEPESCHE: Nach Leipzig will die von anderen muslimischen Glaubensgemeinschaften nicht anerkannte Ahmadiyya-Gemeinde auch in Chemnitz und Dresden Moscheen mit Minarett bauen. Kritiker wie der Orientalist Hans-Peter Raddatz sehen darin ein „Herrschaftssymbol“, die Ahmadis hingegen sagen, das sei nur Zierde und vergleichbar mit dem Turm einer Kirche. Wer hat Recht?

Hans-Thomas Tillschneider: Raddatz. Nicht immer und nicht in allem, was er sagt, aber damit auf jeden Fall.

SACHSEN DEPESCHE: Abschließend eine Frage zu einem ganz anderen Thema: Sie gelten als Vertreter der sogenannten „Neuen Rechten“, pflegen gute Kontakte zu dem Verleger Götz Kubitschek (Verlag Antaios), haben in dessen Zeitschrift „Sezession“ Aufsätze veröffentlicht und beim Institut für Staatspolitik (IfS) referiert. Sehen Sie die AfD als parteipolitischen Arm dieser „Neuen Rechten“ oder zumindest, wie es Herr Kubitschek formulierte, als „Resonanzraum“ für deren Ideen?

Hans-Thomas Tillschneider: Das Bild des Resonanzraums trifft es schon ganz gut. Ich sehe in dem IfS, der Identitären Bewegung, Pegida, den Büchern von Thilo Sarrazin und der AfD unterschiedliche Ausprägung ein und derselben Grundströmung: ein großer Umbruch, der die Epoche der 68er beendet und die Herrschaft eines neuen Zeitgeistes einläutet.

Was wir im Moment in ganz Europa erleben, ist eine große konservative Revolution. Daran ist nichts übertrieben oder geheuchelt. Man muss nur die Texte von Martin Sellner lesen, um zu begreifen: Hier ist anders als beim Establishment, das in überlebten Posen verharrt, alles authentisch. Hier pulsiert das Leben, und wir alle sind Teil davon: Während das IfS eine Gedankenfabrik ist, handelt es sich bei der IB um eine ebenso kreative wie angriffslustige Jugendbewegung. Pegida ist eine Straßenbewegung, und Thilo Sarrazin steht repräsentativ für eine neue Klartextpublizistik, zu der auch Akif Pirinçci und all die anderen Autoren von Antaios gehören. Die AfD wiederum ist die Partei zu dieser Strömung. Jeder kämpft auf seinem Feld auf seine Weise, alle aber sollten sich als genau die Verbündeten verstehen, die sie durch ihre Lage schon sind. Wer sich dieser Einsicht verweigert, wird hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben.

SACHSEN DEPESCHE: Herr Dr. Tillschneider, wir bedanken uns bei Ihnen für das Gespräch.

Hans-Thomas Tillschneider, geb. 1978 in Temeschburg (Rumänien), ist ein deutscher Orientalist und Politiker. Mit seiner Promotion (2009) hat er nachgewiesen, dass die historische Überlieferung zum Koran nicht historisch ist. Nach einem Jahr als Postdoc in Paris kam er 2010 an die Universität Bayreuth, wo er über die Frage habilitiert, wie aus Erinnerung Überlieferung wird. Daneben engagiert er sich in der AfD unter anderem dafür, dass die Politik mehr kritische Distanz im Umgang mit den Islamverbänden zeigt. Seit dem 13. März 2016 ist er Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt.

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